Sexarbeit während der Corona-Krise: RADIO-BEITRAG

Es existiert kaum eine Branche, die es so lange gibt und über die dennoch kaum jemand offen sprechen möchte: Sexarbeit. Für jene, die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten oder bestreiten müssen, waren die letzten Corona-Wochen existenzbedrohend.

Seit dem 16. März haben Laufhäuser und Happy End-Massage-Studios ihre Pforten Corona-bedingt schließen müssen. Während andere Branchen, in denen Körperkontakt und Nähe unvermeidlich sind, nun wieder aufsperren dürfen, müssen sich die Sexarbeit noch gedulden. Das ist aus vielen Gründen problematisch, bekommt doch ein großer Teil der Frauen keine Unterstützung aus dem Härtefallfonds. Viele von ihnen kommen aus dem Ausland und haben keinen Anspruch darauf. Arbeitslosengeld gibt es wegen ihrer beruflichen Stellung als neue Selbstständige auch nicht.

Diese prekäre Lage drängt Sexarbeiterinnen früher oder später in die Illegalität. Ich habe mit der Volkshilfe-Chefin Tanja Wehsely, Eva von Rahden, der Leiterin der Sexarbeiterinnenberatungsstelle SOPHIE und einer Domina aus Wien gesprochen – und diesen Beitrag produziert.


Dieser Beitrag ist auf Ö1 Campus in der Sendung Radio Werkklang ausgestrahlt worden.

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